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Gas

Entwicklung der Gaspreise

Die Entwicklung der Gaspreise unterliegt mehreren Faktoren. Zum einen wirkt sich der steigende Erdölpreis, aufgrund der Ölpreisbindung, negativ auf die Gaspreise aus. Des Weiteren zeigen sich der wachsende Verbrauch, sowie die abnehmenden Ressourcen verantwortlich für die steigende Preisentwicklung beim Energieträger Gas.
Der Preis wird folglich durch das marktwirtschaftliche Prinzip von Angebot und Nachfrage gebildet. Diese Faktoren haben dazu geführt, dass der Gaspreis seit dem Jahr 2000 durchschnittlich um 76% angestiegen ist. Je nach Region und Anbieter kann diese Prozentzahl höher oder niedriger ausfallen. In Zukunft ist davon auszugehen, dass sich Erdgas durch die steigenden Förder- und Bezugspreise weiter verteuern wird.

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Gas oder Biogas?

Biogas unterscheidet sich bezüglich seiner Energiebilanz von dem herkömmlichen Erdgas. Die Verbrennung erfolgt nahezu verbrennungsneutral, da Pflanzen als Rohstoff, in ihrer Wachstumsperiode ungefähr die Menge an CO2 binden, die später durch den Verbrennungsprozess freigesetzt wird. Ferner handelt es sich bei Biogas um eine nachwachsende Energieressource.

Bei Erdgas ist dies nicht der Fall. Außerdem findet die Produktion von Biogas zum einem gewissen Anteil in der jeweiligen Region statt und es bedarf somit keiner aufwendigen Transport- und Förderwege. Die Produktion an Biogas ist jedoch noch nicht auf dem Level, um den Gesamtbedarf decken zu können. Eine heimische Biogasproduktion verringert, mit steigender Produktion, die Importabhängigkeit gegenüber den Erdgasförderländern.

Biogas und Erdgas können in einem weiten Energiespektrum eingesetzt werden. Vor der Einspeisung erfolgt eine Angleichung der Gasqualität. Daher ist ein qualitativer Unterschied zwischen beiden Gasformen nicht ausschlaggebend.


Preis- und Umweltaspekte im Vergleich zu Strom

Die Preisentwicklung für Gas und Strom lässt sich schwer vorhersagen. Dennoch ist der Strompreis in den letzten Jahren weniger stark gestiegen. Zur Herstellung von Strom sind jedoch Primärenergiestoffe, wie Öl, Gas, Kohle, Wind, oder Kernenergie nötig. Dies hat zur Folge, dass sich der Strompreis nach den Preisen für die Primärquellen richtet.

Es ergeben sich dennoch Vorteile gegenüber dem Gas. So wird Strom in der Regel aus einem Energiemix hergestellt, was dazu führt, dass sich einzelne Preisschwankungen relativieren.
Aus ökologischer Sicht ist dies ebenfalls von Vorteil, da der Anteil an regenerativen Energien stetig steigt. Bis 2020 soll dieser in Deutschland bei 20% liegen. Dies führt unter anderem auch dazu, dass aufgrund technischer Weiterentwicklungen die Erzeugerpreise für erneuerbare Energien abnehmen.